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Besonderheiten Alte Kirche - heutige Friedhofskapelle Über den ersten Kirchenbau berichtet die Sage, Duppach habe damals aus 5 Häusern bestanden (davon stehe noch das Pafenhaus), und 2 Höfen (der eine in der Nähe der Dreis-Sauerquelle, der andere in der Nähe des Eichholzkreuzes). Im Streit über den Bauplatz habe das Bauholz bereits in der Nähe des Kreuzes gelagert, aber überirdische Macht habe es an die Stelle der jetzigen Kirche versetzt. Die Hofleute behaupteten, die Duppacher hätten das Holz geholt, brachten es zurück und hielten dabei Wache. Die Wächter setzten sich auf das Holz, damit ihnen im Schlafe kein Schelmenstreich gemacht werde. Am folgenden Morgen erwachten sie auf dem Holze, das wieder an der anderen Baustelle lag (Zitat aus dem Lagerbuch von Pastor Mertes). Die erste Duppacher Kirche erscheint erstmalig in dem Registrum archidiac. s. Petri m. Trevir. Trier. Archiv VIII, S. 15) um 1330 - vor 672 Jahren! Sie war eine einschiffige Anlage mit Westturm aus Bruchsteinen errichtet. Das dreiseitig geschlossene Chor (6,50 m X 5,32 m) hatte ein schönes Sterngewölbe, reiches Fischblasenmaßwerk in den Fenstern und in der Nordwand ein spätgotisches Sandsteintabernakel aus der Zeit der Erbauung des Chores. Die Ansätze der Kreuzbögen sowie die Kreuzungspunkte sind mit Wappen und figürlichen Darstellungen versehen. Das zweijochige Schiff (8,60 m X 5,70 m) hatte Strebepfeiler aus Hausteinen und Kreuzgewölbe, dessen Grate auf schlanken Konsolen und im Westen auf Dreiviertelsäulchen ruhten. Der Triumphbogen war fast rund. Eine Sakristei wurde erst 1782 unter dem eifrigen Pastor van Schellenbeck auf der Nordseite des Chores erbaut. Die Baukosten betrugen 39 Rthl. 2 alb. 4 den. Ein hölzernes Reliquiar enthielt Reliquien der Heiligen Lelius, Leontius, Maximus und Gobinus, die im Jahr 1827 noch vorhanden waren. Im Sommer 1887 erfolgte unter der Leitung von Pastor Peter Schmitz eine große Reparatur der Kirche. Der alte Dachstuhl drohte einzustürzen. Diese Erhöhung der Mauern des Schiffs und Chors bedingte auch eine Erhöhung der Turmmauern um etwa 2 Meter. Der Turm erhielt einen neuen Glockenstuhl und die Empore größere Fenster. Am 5.8.1888 weihte Pastor Dohm aus Meisenheim, ein Sohn der Pfarrei, die von ihm gestifteten Stationen ein. |