Freiwillige Feuerwehr
Historie
Die Freiwillige Feuerwehr Duppach wurde im Jahr 1905 gegründet. Erster Wehrführer war Johann-Peter Schmitz.
Bereits in den ersten Jahren ihres Bestehens kam die Wehr bei einigen größeren Bränden zum Einsatz. So geriet 1908 die strohgedeckte Scheune des Anwesens Jans in Brand. Erschwerend kam hinzu, dass das Feuer auch noch auf das Haus Remes übergriff. 1922 kam es zu einem verheerenden Waldbrand im Flur «Auf der Scheuer», bei dem 40 bis 50 ha Mischwald beschädigt bzw. vernichtet wurde. Als 1928 die Dorfstraße geteert wurde, entzündete eine Dampfwalze durch Funkenflug den Dachstuhl des Hauses Mießen. 1953 waren bei einem großen Waldbrand am Steffeler Dreis die Feuerwehren Duppach und Steffeln im Einsatz. Das Feuer entstand durch Verbrennen von trockenem Tannenreisig, wurde aber von den beiden Wehren durch schnelles Eindämmen rasch gelöscht.
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Feuermelder am Gerätehaus |
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Die erste Motorspritze (Wann erhalten?) ging in den Wirren des 2. Weltkrieges verloren, so dass die Brände in der Nachkriegszeit mit Luftschutzspritzen und Wassereimern gelöscht werden mussten. Zu dieser Zeit alarmierte man die Feuerwehr durch Glockengeläut und Horn. Die mittlerweile angeschaffte Motorspritze TS 4 wurde ca. 1960 durch eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 (das bedeutet eine Leistung von 800 Liter Wasser pro Minute bei 8 bar) ersetzt. Diese TS 8/8 ist heute noch im Besitz der Feuerwehr Duppach. Die Feuerwehr Duppach verfügt zu dem noch über eine neuere Pumpe von 1992.
In den fünfziger Jahren bekamen die Feuerwehrmänner einen «Rheinland-Pfalz-Feuerwehr-Personalausweis». Dieser wurde vom Ortsbürgermeister erstellt.
Ein Höhepunkt in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Duppach war 1958 die Ausrichtung des Amtsfeuerwehrfestes des Amtes Prüm. Im Jahre 1970 erfolgte die Eingliederung der Gemeinde Duppach in die Verbandsgemeinde Gerolstein und somit gehörte auch die Feuerwehr nun zur VG Gerolstein.
Das erste Spritzenhaus mit Steigerturm befand sich neben der alten Schule. Der Steigerturm diente zum Trocknen der Schläuche und zum Abhalten von Steigerübungen. Das zweite Feuerwehrhaus stand bei der neuen Schule. Als diese Schule 1964 abgerissen wurde, musste sich auch die Feuerwehr eine neue Bleibe suchen. Man fand dann eine vorübergehende Unterkunft in der Scheune des alten Pfarrhauses, ehe man 1968 endlich in das heutige Spritzenhaus einziehen konnte.
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Takenplatte mit dem Heiligen Florian |
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Bisherige Wehrführer der Feuerwehr Duppach
| Wehrführer |
Zeitraum |
| Schmitz, Johann Peter |
1905 - 1916 |
| Juchmes, Michael |
1916 - 1928 |
| Herl, Peter |
1928 - 1937 |
| Schmitz, Peter |
1937 - 1945 |
| Schmitz, Josef |
1945 - 1971 |
| Herl, Johann |
1972 - 1988 |
| Drückes, Josef |
1988 - 2001 |
| Lenzen, Norbert |
seit 2001 |
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Das Spritzenhaus ziert eine Takenplatte
mit dem Abbild des Hl. Sankt Florian,
dem Schutzpatron der Feuerwehr.
Anläßlich des Dorffestes im Juni 1991
erhielt die Freiwillige Feuerwehr Duppach
von Herrn Klinkhammer, Birgel, diese
Takenplatte geschenkt. Sie wurde von
den Wehrmitgliedern auf einem
Sandsteinblock, einem früheren Bildstock
eines Kreuzes, angebracht. Eingemauert
in die ehemalige Tür des Feuerwehrgerätehauses, mit einer Natursteinverblendung versehen, ziert die Takenplatte seitdem das Spritzenhaus. |
Heutiger Stand
Derzeit hat die Freiwillige Feuerwehr Duppach 19 aktive Feuerwehrkameraden und 9 Kameraden in der Altersabteilung.
Das Feuerwehrgerätehaus befindet sich im Eigentum der Verbandsgemeinde Gerolstein, die auch für die Unterhaltung zuständig ist. Im Feuerwehrgerätehaus, auch Spritzenhaus genannt, befindet sich der Tragkraftspritzen-Anhänger (TSA) mit Pumpe (TS 8/8) und Ausrüstungsgegenständen.
Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt über den Notruf 112, dieser geht bei der Leitstelle in Trier ein. Von dort wird per Funk die Sirene in Duppach ausgelöst. Je nach Art und Größe der Schadenslage wird die Stützpunktwehr aus Oos direkt mit alarmiert und wenn erforderlich, noch weitere Wehren.
Zum Stützpunkt Oos, wozu die Feuerwehr Duppach gehört, zählen noch die Wehren aus Müllenborn, Kalenborn, Scheuern und Roth. Bei der Feuerwehr Oos ist ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) stationiert, in Kalenborn ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) mit einem 500 Liter Wassertank und in Müllenborn ein Löschfahrzeug (LF 16) mit einem 800 Liter Wassertank. Diese drei Wehren sind auch jeweils mit Atemschutz- und Funkgeräten ausgestattet. Davon kann die Duppacher Feuerwehr mit ihrem Tragkraftspritzanhänger derzeit nur träumen. Trotzdem ist es für die Einwohner von Duppach beruhigend zu wissen, dass sie eine leistungsfähige und einsatzwillige Freiwillige Feuerwehr vor Ort zur Verfügung haben.
Pro Jahr absolviert die Feuerwehr ca. 8 bis 10 Übungen. Neben dem Übungs- und Einsatzdienst gehören Arbeitseinsätze, z. B. der Transport des Holzes für das Martinsfeuer, die Wartung der Hydranten und Schieber zu ihren Aufgaben. Zu besonderen Anlässen, wie einer goldenen Hochzeit, kann ein Fackelzug organisiert werden. Am Volkstrauertag stellt die Feuerwehr eine Ehrenformation am Kriegerdenkmal an der Kirche.
Im Jahr 2005 konnte die Freiwillige Feuerwehr Duppach auf ihr 100-jähriges Bestehen zurück blicken. Auf Grund dieses besonderen Anlasses fand am 11./12. Juni 2005 der Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Gerolstein in Duppach statt.
Unabhängig von der Freiwilligen Feuerwehr gibt es den «Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Duppach e. V.». Der Verein dient der Gemeinnützigkeit und richtet Veranstaltungen aus, wie z. B. das o. g. Feuerwehrfest zum 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr.
Wehrführer und Fördervereinsvorsitzender ist in Personalunion Norbert Lenzen.
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Gerätehaus ("Spritzenhaus") der Feuerwehr |
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Kontakt
Norbert Lenzen
Vor Buchholz 14,
D 54597 Duppach.
Tel.: (0 65 58) 14 17
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